Inhalt:

Vorwort

Nachteile ähnlicher Rauch-Entwöhnungs-Systeme, die Sie unbedingt kennen sollten

Schluss mit den Belügerei: Grundsätzliche Informationen über die Raucherei und Nikotin

Erklärung des Systems "Rauchend zum Nichtraucher"

Entfernung des Nikotins aus dem Tabak

Nikotinfreie Zigaretten selber herstellen

Labortest & -Bericht eines Chemiestudenten

Protokoll meines eigenen Nikotinentzuges

Mein Vorschlag, anstelle einer Vermarktung

 

Links & Bücher

 




Möchten Sie sich auch rauchend das Rauchen abgewöhnen?

 

Nikotin-Entzug

 

Vorwort

Ich bin kein Schriftsteller und auch kein Sachbuchschreiber. Dies ist meine erste Niederschrift in dieser Art. Die Leser können deshalb von mir keine Leistungen in den literarischen Künsten erwarten.

Da es sich bei meinem Beitrag vermutlich auch  um einen gewissen Prozess der seelischen Verarbeitung handelt, sind zahlreiche Wiederholungen usw. zu erwarten. Zudem ist der Text immer noch provisorisch, nicht professionell korrigiert und wird oft geändert, aktualisiert und ergänzt...


Kommen wir also zur Sache:

Ich gehe davon aus, dass es bisher kein System gibt, womit man rauchend innerhalb weniger Wochen erfolgreich und endgültig den Krallen der  Rauchsucht entfliehen kann. Trotz sehr intensiver Suche habe ich bis jetzt keines angetroffen1.

Fast unzählige Tage und Nächte der Informationssuche liegen vor dieser Publikation - und fast ebenso unzählige Tests und Versuche. Mein erlangtes Wissen, sowie meine entdeckte Idee der Rauchentwöhnung möchte ich den interessierten rauchenden Mit-Menschen auf diesem Wege kostenlos  zugänglich machen. 

Ich habe mich nämlich entschlossen, meine Idee nicht zu vermarkten, sondern an dieser Stelle einen anderen Vorschlag zu machen. Selbstverständlich völlig unverbindlich. Es soll jedermann freigestellt sein, sich daran zu beteiligen oder nicht.

 

 

So unglaublich es klingen mag:

Sie können sich rauchend ihre Nikotinsucht abgewöhnen!

Sie dürfen sogar soviel rauchen, wie sie wollen und müssen sich nicht zurückhalten!

Nur eines dürfen Sie nie mehr, wenn sie sich die Nikotinsucht abgewöhnen wollen:

Rauchen Sie nie mehr eine normale gekaufte Zigarette, die nikotinhaltigen Tabak enthält!

Was rauche ich dann?

Zuerst möchte ich Ihnen ähnliche Möglichkeiten vorstellen, die Sie bei entsprechender Suche vermutlich antreffen werden. Damit soll verhindert werden, dass sie unnötigerweise dieselben Misserfolge erfahren, denen ich im Verlaufe meiner Versuche erlegen bin.

Die allermeisten Rauchentwöhnungsmethoden haben nämlich einen Haken: Im Falle der bekannten Rückfall-Attacken besitzen Sie kein einziges wirkungsvolles Gegenmittel! Das erklärt, warum beinahe alle Aufhörwilligen früher oder später wieder mit der Raucherei beginnen.

Gut für das Geschäft der Tabak-Multis, aber auch jenes der Rauchentwöhnungs-Branche, nicht wahr?

Sie wissen vielleicht, dass sie in der Apotheke tabak- und damit nikotinfreie Zigaretten auf Kräuterbasis erhalten. "NTB" heisst das Produkt aus Frankreich und wird, zumindest in der Schweiz und Deutschland, unverschämt teuer verkauft. Unsere Behörden erheben nämlich auch bei diesen NTB dieselben hohen Tabaksteuern, obwohl in diesen Kräuter-Zigaretten kein einziges Milligramm Tabak oder Nikotin enthalten ist.

Finden Sie nicht auch, dass das sehr unfair ist?

Über Österreich kriegt man eine aus Indien stammende Pflanzenzigarette namens "Nirdosh". Auch dieses Produkt ist recht angenehm im Geschmack und nach meiner Meinung eine sehr gute Idee, um sich rauchend die Nikotinsucht abzugewöhnen.

Wenn sie sich daran halten, ausnahmslos diese Zigaretten zu rauchen, dann werden sie nach einigen Wochen erfolgreich einen Nikotinentzug durchgemacht haben. Sie vergiften ihren Körper auf diese Weise nämlich nicht mehr mit Nikotin. Angeblich sollen die NTB-Zigaretten in Frankreich die Rauchentwöhnungsmethode Nr. 1 sein. Viele interessante Beiträge darüber findet man in
diesem Forum.


Die Methode funktioniert theoretisch. In der Praxis allerdings nur bei einem gewissen Teil der Aufhörwilligen.

Der grösste Teil dieser Menschen hält nicht durch und wird leider rasch wieder rückfällig.

Der Rauch dieser Pflanzen-Zigaretten riecht nämlich für den Raucher und für die Mitmenschen auffällig nach verbranntem Heu und wird sogar als Hasch vermutet. Sie werden also dauernd fragende Augen auf sich ziehen. Vielleicht können Sie sich zu Hause damit anfreunden. Immerhin dürfen Sie wenigstens ihrer manischen Beschäftigung frönen. Und das lässt sie die Entzugserscheinungen wegen des fehlenden Nikotins wesentlich besser ertragen.

Sie werden Ihre Rauchlust aber kaum jederzeit so beherrschen können, dass Sie nicht auch in der Öffentlichkeit rauchen. Und hier werden Sie mit diesem Kraut von den Mitmenschen garantiert der Kifferei und Hascherei verdächtigt.

Genau hier liegt der grosse Rückfall-Teufel: Die Entzugserscheinungen werden sie früher oder später erfolgreich zur Entscheidung nötigen, "ausnahmsweise" normale Zigaretten zu kaufen, damit sie unterwegs, in Restaurants etc. ihre Rauchlust befriedigen können.

Bitte glauben Sie es mir: Damit sind sie gleich wieder an den Anfang zurück gefallen!

Nachträgliche Anmerkung (06/2005): Genau wie diese NTB soll es weitere Kräuterzigaretten-Produkte geben. "Honeyrose" und "Monte Verdo" sind mir zu Gehör gekommen. Letztgenannte sollen weitaus feiner im Geschmack sein und viel weniger auffällig nach Joints riechen. Ich hatte leider nie die Möglichkeit, diese zu erhalten und auszuprobieren. Wer das eine oder andere Kräuterzigarettenprodukt kennt und weiss, wo man sie her kriegt, wird gebeten dies per eMail mitzuteilen.

Wenn ich von "Rauchlust befriedigen können" spreche, dann ist das eine ziemliche Verharmlosung der Wirklichkeit: In Wahrheit halten Sie die Entzugserscheinungen des Nikotins nicht mehr aus! Diese stellen sich schon wenige Minuten nach der letzten Zigarette ein, die sie gerade ausgedrückt hatten. Und diese Entzugserscheinungen wachsen von Minute zu Minute. Es ist also so, dass sie sich von Ihren zunehmend peinigenden Entzugssymptomen befreien müssen.

Eine einzige normale Zigarette beinhaltet in Wirklichkeit eine richtig fette und satte Überdosis an Nikotin! Deshalb werden sie schon nach dieser einzigen Zigarette so stark abhängig, dass sie in wenigen Tagen wieder die tägliche Menge Zigaretten rauchen, die sie immer geraucht haben!

Sie können das nicht glauben? Ich habe das anfänglich auch nicht geglaubt. Und genau deshalb wurde ich mehrmals rückfällig! Und das sogar mit den allerleichtesten Produkten auf dem Markt, die angeblich am wenigsten Nikotin (0,1mg) und Teer (1.0mg) enthalten sollen.

Nachstehend ein paar interessante Facts aus wissenschaftlichen Quellen bezüglich der Toxizität des Nikotins:

  • Rund 5 Zigaretten würden Sie in ernsthafte Lebensgefahr bringen, würden sie die verschlucken.

  • Eine einzige Zigarettenkippe ist für ein Kleinkind eine tödliche Dosis, wenn es die verschluckt!

  • Nikotin sei giftiger als z.B. Zyankali (!)

Würden sie nur eine einzige Zigarette in einem einzigen Zug rauchen, würden Sie sich nicht nur wegen Erstickungserscheinungen, sondern auch wegen der Überdosis an Nikotin  in grosse Lebensgefahr bringen.

Gewohnheit und psychische Abhängigkeit

Ein Raucher "überlebt" diese hohen Nikotindosen nur deshalb, weil er die in einzelnen kurzen Zügen in die Lungen zieht. Es ist jedes Mal ein kleiner Schock. Nur Dank den Pausen zwischen den Zügen erholt sich der Organismus jeweils genügend. Und das immer wieder: Schock und Erholung - Schock und Erholung - Schock und Erholung. Rund 200 bis 500 Mal täglich. Als Raucher hat man sich längst daran gewöhnt und nimmt es überhaupt nicht mehr bewusst wahr. Erinnern sie sich noch an ihren allerersten inhalierten Zug?

Diese sich endlos wiederholenden Schock-Erholungszyklen sind für das Gehirn schier endlose Belohnungsvorkommnisse auf unbewusster Ebene. Dazu kommt ein weiteres, das jeweils zwischen zwei Zigaretten liegt: Jede erneut angezündete Zigarette ist immer eine Erlösung (=Belohnung) von den immer wieder auftretenden Entzugserscheinungen zwischen 2 Zigaretten. Damit haben wir zwei ineinander verschachtelte, sich endlos wiederholende  Belohnungssysteme, die ausserhalb unseres Bewusstseins ablaufen.

Zu diesen gesellt sich gleich noch ein weiteres: Nikotin soll angeblich die Eigenschaft besitzen, zu beruhigen, aber gleichzeitig auch zu erregen. Wie das auch gemeint sein soll; nach meinen Beobachtungen "beruhigt" man mit jedem Rauchzug und der damit verbundenen Nikotindosis nur die Nervosität (Erregung), die wiederum aus den Entzugserscheinungen als eine der Folgen des Rauchens entsteht. Man neutralisiert die Folge der Vergiftung und genau damit vergiftet man sich gleich wieder, um erneut dazu gezwungen zu sein, zu neutralisieren und sich damit erneut zu vergiften.

Wie dem nun auch ganz genau sein mag - jedenfalls verbinden wir diese erlösenden und erregenden Momente sehr häufig mit anderen angenehmen Situationen. Sei es nach dem Essen, nach dem Sex, zu einem Kaffee oder einem Whisky, in angenehmer Gesellschaft mit Freunden, an Festen und so weiter. Sie werden mir sicher zustimmen, dass an Festen und unter Alkoholeinfluss wesentlich mehr geraucht wird, oder?

Dieser Komplex mehrschichtiger, sich endlos wiederholenden Zyklen, Verbindungen und Verknüpfungen fesseln den Abhängigen zusätzlich. Deshalb wird auch bei einem erfolgreichen Nikotinentzug noch lange danach "die Zigarette danach" oder "die Zigarette in dieser Situation" fehlen. Diese zusätzliche Befriedigung einer Not, in Verknüpfung mit einer oder mehreren anderen angenehmen Erscheinungen, sind so tief "einprogrammiert", weil man sie mehrere tausend Mal bisher wiederholt hat. 

Weiter spielen gewisse "Vorbilder" und "Helden" eine Rolle, die uns immer wieder in der Werbung und oft in Spielfilmen wiederholt werden. Bestimmt hatten die entscheidenden Einfluss, warum wir einmal mit der Raucherei begonnen haben. Sie hatten schon erfolgreich Einfluss auf unsere ggf. rauchenden Eltern, Lehrer etc., die unsere Kindheit als Vorbilder prägten. 

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass sich der Raucher genau in der gegenteiligen Situation befindet, als ihm die Werbung vorgaukelt. Wir sind weder souverän, frei, abenteuerlich noch glücklicher, wenn wir rauchen, sondern im grössten Masse abhängig, ängstlich (z.B. könnten die Zigaretten ja ausgehen und kein Händler befindet sich in der Nähe) und  in einem gewissen Masse angespannt und unglücklich, weil wir einem andauernden Rauchzwang unterworfen sind. Ausserdem müssen wir die üblen gesundheitlichen Risiken, die in den letzten Jahren immer lauter werden und immer grösser und brutaler auf den Zigarettenschachteln stehen, massiv verdrängen und verleugnen, um nicht die Konsequenz des sofortigen Rauchstopps zu realisieren.

Der Gedanke, von einer Minute auf die andere das Rauchen aufzugeben ist in Wahrheit mit Angst und Schrecken verbunden. Aber das gibt wohl kaum ein Raucher zu, weil man ja einer der stärksten und coolsten Kerle ist, nicht wahr? In Wahrheit befindet sich der Raucher in einer scheinbar ausweglosen Situation, wie es vermutlich Drogenabhängige kennen: Die gesundheitlichen Risiken des Rauchens, aber auch das sofortige Aufhören ist eine einzige Horrorvorstellung. Die Werbung hilft uns also wunderbar,  diese traurige Wahrheit zu verdrängen und zu verleugnen (?) ... und es wird weiter geraucht und verdrängt und geraucht und geleugnet...

Noch ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Element: Wir Menschen sind ausgesprochene "Gewohnheitstiere". Einmal angewöhnt, bringen wir gewisse Angewohnheiten fast nicht mehr weg. Selbst scheinbar bedeutungslose Kleinigkeiten können eine unglaubliche Kraft offenbaren, wenn wir uns die ab- oder umgewöhnen wollen. Die Raucherei ist häufig willkommene Ersatzbeschäftigung. Auch der ganze rauchertypische Handlungs- und Bewegungsablauf, vom Anzünden der Zigarette bis zu Ausdrücken, die Utensilien dazu und die gedankliche Verknüpfung zu rauchenden Vorbildern spielen eine Rolle in der psychischen Abhängigkeit.

Dies erklärt vielleicht teilweise, warum die psychische Abhängigkeit der Zigarette so viel Macht besitzt. Es scheint sich um mehrere aufeinander geschichtete, ineinander verschachtelte und sich tausende Male wiederholende Mechanismen zu handeln, die bei den meisten Menschen eine ausserordentlich starke Wirkung besitzen können und sich sehr schwer  von einem Tag auf den anderen auflösen lassen.

Immerhin ist hier die Chance, dass sie sich all dessen wenigstens für einen Moment bewusst werden und darüber nachdenken.

Unterbewusstsein umprogrammieren?

Möglicherweise liegt hier noch ein weiterer Vorteil meiner Methode:
Dadurch, dass man noch ein paar Wochen nikotinlos weiter raucht, "löschen" sich diese Informationen, die die psychische Abhängigkeit verursachen. Die reine Handlung des Rauchens ist noch dieselbe, aber man wiederholt diese Belohnungen nicht mehr, die mit dem Nikotin zustande kommen. Ganz im Gegenteil: Man lernt das Unterbewusstsein nun mit jedem Zug etwas neues: Nämlich, dass die Raucherei keine Belohung, keine Erlösung, keine Beruhigung, keine vermeintliche "Befreiung" ist. Wenn die Zeit des körperlichen Nikotinentzuges einmal durch ist, dann benötigt man die Raucherei allmählich nicht mehr. Wenn nun das Unterbewusstsein auch noch umgelernt hat, dann stellen sich die Zigaretten als vollkommen überflüssig und unnötig heraus. Man hört dann nach und nach ganz von selber auf. 

Ein Raucher, der durchschnittlich 25-30 Zigaretten täglich raucht, wiederholt diese Belohnungszyklen in einem Jahr rund 100'000 Mal! Jede Zigarette, aber auch jeder einzelne Zug davon ist ein einzelner Belohnungszyklus einer Entzugserscheinung und deren Befriedigung. Wäre es nicht so, dass nach einem Rauchzug erneut wieder eine kleine Entzugserscheinung auftritt, die es zu befriedigen gilt, dann würde man den nächsten Zug nicht mehr nehmen, die Zigarette ausdrücken und lange keine weitere mehr anzünden.

In diesen 4-6 Wochen des nikotinlosen Weiterrauchens wiederholt man die neue Information rund 6000 Mal. In meinem Fall habe ich immer jeweils rund 600 nikotinlose Zigaretten verraucht, bis ich die Rauchlust vollkommen verloren hatte.  

 

Nach jedem erfolgreichen Nikotinentzug habe ich jeweils immer wieder mächtig gestaunt, wie die Zigarette und das giftige Nikotin übel riecht. "Beissend", betörend giftig und ätzend! Und damit sind mir  die allerersten Zigaretten des Einstieges mit 14 Jahren eingefallen. Obwohl man damals beinahe gekotzt und sich fast die Lunge ausgehustet hat, hat man trotzdem weiter geraucht, bis man sich an das in Wirklichkeit üble Zeugs gewöhnt hat. Erinnern Sie sich noch daran? Man wollte doch zu den Vorbildern aufsteigen... Der Zigarettenrauch schmeckt wirklich nur dann,  wenn man genügend stark nikotinsüchtig ist... Mir scheint, dass die Suchtwirkung unser Geschmacksempfinden bezüglich dem Tabakrauch ins Gegenteil umschaltet!

Der einzige wahre Grund, dass sie rauchen ist, dass Sie körperlich sehr stark vom Nikotin und psychisch ebenso stark von den Belohnungsmechanismen und Gewohnheiten, die mit der hohen Suchtwirkung der Zigarette in Verbindung stehen,  abhängig sind.

Nur sind Sie sich dessen nicht wirklich bewusst und sie können oder wollen es vermutlich auch nicht glauben... Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie es wenigstens glauben, bis Sie sich selber davon überzeugt haben. Immerhin sind Sie auf ermutigendem Wege, wenn Sie bis hier gelesen haben...

Vielleicht kennen Sie den Tabakersatz "Knaster" (Zentauri). Diese in verschiedenen Geschmackssorten erhältlichen Kräutermischungen sind sehr interessant und enthalten auch weder Tabak noch Nikotin. Sie können sich damit nikotinfreie Zigaretten selber drehen oder mittels einem kleinen Stopfgerät, sowie leeren Zigarettenhülsen "stopfen". Damit erreichen Sie genau dasselbe, wie mit den Pflanzenzigaretten aus der Apotheke: Man wird sie der Kifferei bezichtigen und sie können deshalb nicht nach Lust und Laune überall dort rauchen, wo sie bisher geraucht haben.

Ausserdem werden sie zuerst übel husten und ihre Atemwege massiv reizen, weil sie zuerst das richtige Verhältnis der Rauch-/Luftmenge im Rauchstrom, die zu ihrer Ziehgewohnheit passt, herausfinden müssen. Diese Filterzigarettenhülsen sind nämlich für normalen Tabak hergestellt und darauf abgestimmt.

Ich habe dieses Problem jeweils damit gelöst, dass ich mit einer normalen dünnen Nadel 1 Millimeter vor dem Filter mehrere Löcher in das Zigarettenpapier stach. Die Anzahl müssen sie selber herausfinden. Machen sie zuerst nur 2 oder 3 und erhöhen dann die Anzahl, bis sie ein optimales Ergebnis haben.  

 

In Wahrheit sind sie viel süchtiger und abhängiger, als sie sich dies bewusst sind!

 

Die erwähnte giftige und stark süchtig machende Substanz "Nikotin" befindet sich natürlicherweise in der Tabakpflanze. 

In letzter Zeit wird die Zigarettenindustrie jedoch verdächtigt und beschuldigt, den Tabak zusätzlich so zu manipulieren, um die Raucher noch süchtiger und damit abhängiger zu machen. Reinere, raffinierte Versionen des Nikotins und zusätzliche chemische Stoffe sollen diesen Effekt herbeiführen. Das mag erklären, dass heute viel mehr Menschen rauchen und jeder einzelne Raucher durchschnittlich sehr viel mehr Zigaretten raucht, als vor wenigen Jahrzehnten.

 

Wie kriege ich denn nun nikotinfreie Zigaretten, die nicht nach Kifferei riechen?

Nach zahlreichen Versuchen ist es mir auf erstaunlich einfache Weise gelungen, dem normalen Zigarettentabak das Nikotin, sowie einen Grossteil der tabakfremden Additive zu entziehen. Es funktioniert ohne Chemie und ist so einfach, dass diese Behandlung von jedermann praktiziert werden kann.

Bitte lesen Sie unbedingt auch den Laborbericht des Chemie-Studenten. Er mahnt zur speziellen Vorsicht, weil die Brühe vom auswaschen eine sehr hohe Konzentration von Nikotin enthält, was giftiger als z.B. Zyankali sei! Selbst nur mit den blossen Händen in Berührung mit dieser Brühe zu kommen, kann Vergiftungserscheinungen provozieren.

 

Mittels erwähntem Zigarettenfertiger und Zigarettenhülsen stellen Sie ihre eigenen Zigaretten her und  Sie können selbst bestimmen, ob sie von Anfang an nikotinfrei beginnen wollen oder ob sie die Nikotinmenge nach und nach reduzieren wollen.

Ich habe beide Möglichkeiten ausprobiert. Gleich zu Beginn nikotinfrei rauchen provoziert mehr oder weniger aushaltbare Entzugserscheinungen, die sich vermutlich bei jedem Menschen etwas anders auswirken. Einige überstehen diese Phasen gut. Anderen wird es grosse Mühen bereiten. Dies, obwohl sie der Beschäftigungsgewohnheit des Rauchens trotzdem nachkommen können. Dafür ist man aber schon nach etwa 2 bis 3 Wochen von der Nikotinsucht befreit.

Wenn man die Nikotinmenge jeweils wöchentlich halbiert, dauert es ungefähr 5 bis 6 Wochen, bis die Abhängigkeit fast vollständig nachgelassen hat. Hier sehen sie eine detaillierte Abhandlung meines letzten Nikotinentzuges auf diese Weise. 

Was länger bleibt, ist die psychische Abhängigkeit. Nach meinen Beobachtungen erstreckt sich der Zeitraum um weitere 4 bis 6 Wochen, wo sie täglich noch wenige Male "Lust" auf eine Zigarette verspüren, obwohl sie vom Nikotin nicht mehr abhängig sind. Diese Attacken begegnen sie leicht, indem Sie einfach nikotinfreie Zigaretten rauchen. Sie werden täglich nur noch wenige dieser Spezialzigaretten benötigen. Nach dieser Zeit sind diese "Attacken" so abgeschwächt, dass es sich nur noch um schwache Erinnerungen handelt und sie nicht einmal mehr nikotinfreie Zigaretten rauchen müssen.

Viele Leser fragten mich nach einem Beweis und einer wissenschaftlichen Unterlegung dieser Auswasch-Methode. Ausser, dass man schon beim rauchen dieses ausgewaschenen Tabaks deutlich merkt, dass eine giftige Substanz eindeutig fehlt, gibt dieser Labortest eines Chemiestudenten überzeugend Auskunft, der mir freundlicherweise zur Veröffentlichung überlassen wurde. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an diesen Studenten!

Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass dieser, auf meine beschriebene Weise behandelte Tabak "gesünder" oder "weniger schädlich" sein soll, als anderer.

Nach meinen eigenen Erfahrungen ist es jedoch so, dass Sie sich mit nikotinfreien Zigaretten nach wenigen Wochen aus der Nikotinsucht rauchend heraus schleichen können. Sie werden ganz von selbst immer wie weniger Lust auf die Raucherei haben. In der Folge rauchen sie immer weniger, bis sie es schliesslich ganz sein lassen. 

Wenn sie einmal von der Nikotin-Sucht los sind, werden Sie staunen, wie falsch die Aussage "ich rauche halt gern" ist.

Der Vorteil "meiner" Methode besteht darin, dass sie überall dort, wo sie bisher ihrer Rauchgewohnheit folgen konnten, rauchen können. Für die Mitmenschen riechen diese Zigaretten in keiner Weise anders, als übliche Zigaretten. Niemand wird sie fragend angucken. Nur für Sie ändert der Geschmack, weil sie dem Tabak das Gift und zahlreiche weitere, teilweise sehr bedenkliche Stoffe entziehen. Der Rauch, den sie sich in die Lungen ziehen, ist wesentlich leichter, viel weniger giftig und hat weniger des gewohnten Geschmacks und Würze. Das ist neben der Mehrarbeit der Behandlung des Tabaks und dem "selber stopfen" oder "selber drehen", der Preis, den sie für die Entzugsbehandlung bezahlen.

Dieser "Preis" der Arbeit ist jedoch relativ, weil sie für den Tabak und die Zigarettenhülsen etwa die Hälfte bezahlen müssen, als für fertige Zigaretten. Ausserdem werden Sie nach 4-6 Wochen kaum mehr rauchen und haben weder Mehrarbeit noch Auslagen für Zigaretten. Sie werden in der Folge mehrere 1000 Euro pro Jahr einsparen. Ausser dem schönen Geldbetrag haben Sie  sehr viel mehr gewonnene Zeit und Energie für erwünschte Tätigkeiten zur Verfügung, anstatt von der Sucht erzwungene.

Einfach mehr Lebensqualität und damit mehr Lebensfreude.

Fast alle, die es mit einer der vielen angebotenen Methoden geschafft haben, sich der Zigarettensucht zu entledigen, erleiden regelmässige Rückfall-Attacken und werden deshalb bald rückfällig. Diese Rückfallattacken sind in Wirklichkeit meistens nicht sehr stark, aber sie sind unerbittlich hartnäckig wiederkehrend. Gerade in Momenten, wo man selber etwas "schwach" ist, erträgt man sie kaum und erliegt diesem Rückfallteufel. Man schwört sich "nur eine oder zwei normale Zigaretten in diesem besonderen Moment..." und schon hat man sich damit wieder genügend vergiftet, dass man innert weniger Tage wieder so raucht, wie vorher.

Die einzige Erklärung für sein eigenes Versagen ist dann die bekannte Lüge: "Ich rauche halt gerne". Womöglich noch: "...ich will eigentlich gar nicht aufhören". Diese normalen Zigaretten sind ja auch an jeder Ecke erhältlich und sie werden einem auch gerne von anderen Rauchern angeboten. Das macht es Ihnen zusätzlich schwer, durch zu halten.

Einen weiteren wichtigen Vorteil meiner Methode:

"Meine" Methode bewahrt sie leider auch nicht vor Rückfall-Attacken. Aber sie hat einen riesigen Vorteil: Sie verfügen nämlich über ein zuverlässiges "Auffangnetz" für solche Momente, vorausgesetzt, Sie halten sich jederzeit und überall griffbereit ein oder zwei Schachteln dieser Spezialzigaretten als Notreserve. Aber so, dass sie in jedem Moment darauf zurückgreifen können. Zu Hause, im Auto, unterwegs, in den Ferien und auf Reisen, einfach überall.

Sie können nämlich immer und jederzeit von diesen Zigaretten rauchen, solange sie dem Tabak das Nikotin ganz entzogen haben. Keine Selbstdisziplin und Zurückhaltung. Ohne Nikotin werden sie nicht erneut wieder abhängig. Und sie werden auch in diesen Momenten gewöhnlich nach einer oder zwei Zigaretten wieder aufhören. Auch dann, wenn sie wirklich gerne eine rauchen, dann werden sie nicht alle Tage zwischen 20 und 60 Zigaretten rauchen müssen, sondern vielleicht 2 oder 3. Dann vergessen Sie es wieder ein paar Tage, weil sie es nicht brauchen. Ihr Körper schreit jetzt nicht mehr alle 10 - 20 Minuten danach.

Rauchen sie von diesen Zigaretten immer und jederzeit, soviel Sie wollen. Sie werden überrascht sein, dass sie nach und nach die Rauchlust verlieren und mehr und mehr ganz automatisch aufhören werden.

Die einzige Selbstdisziplin ist nur die, und das soll hier nochmals wiederholt werden:

Rauchen Sie nie mehr eine normale gekaufte tabak- und nikotinhaltige Zigarette, Zigarre oder Pfeife!

Mit einer einzigen Zigarette vergiften sie sich genügend stark, dass sie wieder in die alte Zigarettensucht zurückfallen werden. Bei einem "Ersteinsteiger" in die Zigarettensucht trifft das nicht zu. Dieser Organismus braucht mehrere Zigaretten, um genügend verseucht zu sein. Aber bei Ex-Rauchern braucht es nur eine einzige. Sie ist die klassische "Rückfall-Zigarette"! Bitte glauben Sie mir das.

Diese Zigarette führt neben den bekannten gesundheitlichen Risiken dazu, dass sie den unvorstellbar reichen Zigarettenmultis jährlich noch mehrere tausend Euro gönnen, die eine halsabschneiderische Gewinnmarge enthalten. Sie gehen aus reiner Nikotinsucht jeden Tag wie ein programmierter Roboter ihre Tagesration von 20 - 60 Zigaretten kaufen. Computer und Roboter sind dumme gefügige Sklaven, die nur das installierte Programm ausführen. In diesem Fall funktionieren Sie ganz genau gleich, nicht wahr?  :-)

Würden Zigaretten nicht ausserordentlich stark abhängig machen und  sie wären nicht in massivsten Masse süchtig, dann würden Sie wirklich aus purem Genuss rauchen. Aber ihr Zigarettenkonsum wäre in diesem Fall sehr viel kleiner und vor allem sehr viel unregelmässiger: Eine Schachtel Zigaretten würde mehrere Tage, manchmal sogar mehrere Wochen, ja gelegentlich sogar Monate ausreichen. Dass sie gleich eine ganze Schachtel, oder gar mehrere, regelmässig in einem einzigen Tag verpaffen, wäre die seltene Ausnahme.

 

Ausnahmen:

Es gibt einen geringen Prozentsatz rauchender Menschen, die nicht dieselben Suchtverhalten zeigen und kaum bis überhaupt nicht wirklich abhängig vom Nikotin zu sein scheinen. Sie rauchen nur gelegentlich, grundsätzlich wenig und auffällig unregelmässig.

Leider ist das wirklich die Ausnahme. Die meisten Raucher sind sehr stark abhängig und deshalb gezwungen und genötigt, viel zu viele Zigaretten zu verpaffen.

 

Für Raucher, die sich trotz exzessivem Zigarettenkonsum (noch) nicht zum aufhören überzeugen wollen, hier ein vielleicht interessanter Vorschlag als Alternative:

Rauchen Sie wenigstens selbst gestopfte oder selbst gedrehte Filterzigaretten mit Tabak, wie z.B. Brookfield oder Look Out etc. Diese Tabake aus dem Tabakladen sind wesentlich naturreiner und sie werden nur etwa die Hälfte rauchen müssen. Ausserdem kosten diese Zigaretten nur die Hälfte, als die fertigen Chemie-Bomben von Philip Morris & Co. und sie sparen sich gegen 75% ihrer bisherigen Kosten für die Raucherei.

Sie rauchen also automatisch grundsätzlich weniger, weil u.a. die Chemikalien zur Suchtverstärkung und schnellerem abbrennen des Glimmstängels fehlt. Und dazu noch viel billiger. Sie haben etwas Arbeit für die Zigi-Bastelei, aber dafür sind Sie schon auf dem perfekten Weg, um sich später doch noch nikotinlose Zigaretten selber herzustellen :-)

 

 

 

 

 


 

 

Wie bin ich auf genau diese Möglichkeit gekommen?

Mich packte die Faszination nach der Suche eines Weges, um ohne den Aufwand besonderer Willenskraft und massiver Selbstdisziplin von der Nikotinsucht los zu kommen.

Auf meiner ganzen Suche bin ich keinen Menschen oder Institutionen begegnet, die den nikotinsüchtigen Rauchern eine wirkliche Hilfe sind. Ich habe eher gute Gründen anzunehmen, dass die meisten dieser angeblichen Zigarettengegner auch versuchen, die Nikotin-Sucht als Geldmaschine zu nutzen.

Meine Kritik an die Regierungen und Tabak-Multis.

Es ist beispielsweise kaum zu verstehen, dass die Gesetzgeber und Gesundheitsbehörden aller Länder nicht auf die Idee kommen, jede Zigarettenverkaufsstelle zu verpflichten, mindestens eine nikotinfreie Zigarettenmarke anzubieten!

Damit könnten Kinder und Jugendliche zuerst einen Versuch machen, ohne sich gleich mit der Nikotin-Überdosis weniger Zigaretten zu vergiften. Raucher hätten zudem die Möglichkeit, ohne enorme Willenskraft und Durchhaltewillen aufbringen zu müssen, einen Nikotinentzug zu machen.

Die Tabak-Multis unterhalten Forschungslabors und verfügen deshalb über einen enormen Wissensvorsprung gegenüber der Bevölkerung und wohl auch den Regierungen. Es ist kaum zu verstehen, dass diese Institutionen offenbar kein bisschen Verantwortungsgefühl besitzen, um wenigstens die Kinder und Jugendliche nicht in die Nikotinfalle tappen zu lassen. Die Maxime der Profitoptimierung gewinnt leider auch über derartige Begebenheiten und kennt keine Ethik. Kinder und Jugendliche sind die Kunden von morgen. Viele beginnen zwischen 10 und 14 und bleiben dann das ganze Leben lang gute Dauerkunden. Fast vergleichbar, wie Fixer, die an der Nadel hängen.  

Wie weiter man nach Informationen sucht, wie mehr wächst die Vermutung, dass die Regierungen mit den Tabak-Multis unter fadenscheinigen und scheinheiligen Argumenten "gemeinsame Sache machen". Oder ist es längst soweit, dass (auch) die Tabak-Multis die Regierungen im Griff haben?

Einerseits werden mit all den Warnhinweisen die süchtigen Raucher gepeinigt, eine nikotinfreie Zigarette kriegt man jedoch sozusagen nirgends. Diese Hinweise führen nicht dazu, dass der Süchtige es schafft, aufzuhören. Er muss nur viel häufiger sein schlechtes Gewissen verdrängen, weil er mit jeder Packung wieder daran erinnert wird. Aber an jeder Ecke Werbung und Zigaretten.
Oder sind die Warnhinweise nur ein juristischer Selbstschutz der Tabakindustrie? Seit diesen "Hinweisen der Tabakverordnung" kann man die Tabak-Multis wohl nicht mehr darauf verklagen, dass sie mögliche heute bekannte Gefahren des Tabakrauchs verheimlichen und  die Konsumenten unzureichend informieren würden.

Interessanterweise informiert hier nicht der Hersteller, sondern der Gesetzgeber. Es ist also der Gesetzgeber, der die Tabak-Multis vor erwähnten Klagen schützt...!?

Das Argument, dass die Tabakpflanze natürlicherweise Nikotin enthält und es deshalb keine nikotinfreien Produkte mit Tabak gibt, ist überhaupt nicht haltbar!

Nikotin ist dem Tabak sehr einfach zu entziehen. Ausserdem wird das von den Zigarettenfabrikanten schon lange praktiziert, was die zahlreichen Patente beweisen, deren Rechte im Besitz der Tabakmultis sind (Quelle: IGE, Institut für geistiges Eigentum, Bern)

Dieselbe Zigarettenmarke schmeckt auf der ganzen Welt nämlich verblüffend ähnlich, obwohl sie lokal mit Tabaken des örtlichen (oft vom Steuerzahler subventionierten...!!) Tabakanbaus hergestellt wird. Dieselbe Tabaksorte ist wetterbedingt bei jeder Ernte, aber auch klimatisch begründet in verschiedenen Anbaugebieten sehr unterschiedlich im Rauchgeschmack, dem Nikotingehalt und anderen Werten. Also müssen die Fabrikanten den Tabak "neutralisieren", um ihn dann zu "saucieren" und zu "parfümieren".

Vereinfacht erklärt heisst das, dass sie dem Tabak die meisten Substanzen entziehen, um ihm dann einen eigenen Substanz-Cocktail genau dosiert wieder zu zuführen. Die berühmten Zigarettenmarken haben auf der ganzen Welt trotz unterschiedlichem Tabak-Gemisch örtlicher Tabakkulturen dieselben markentypischen Aromen und völlig standardisierte Nikotin- und Teerwerte. Neben den länderspezifisch unterschiedlichen gesetzlichen Bedingungen, wird vor allem dem örtlichem Gusto der rauchenden Bewohner Rechnung getragen.

Wie mir ein Leser richtigerweise mitteilt, haben die internationalen Zigarettenmarken  in Tunesien beispielsweise sehr viel höhere Teer- und Nikotinwerte und schmecken süsslicher, als in Europa. Der Tabak wird also ausgewaschen, dass er nur noch als reiner "Brennstoff" und "Träger" all der künstlich wieder zugeführten Substanzen funktioniert.

Das erklärt vielleicht auch die merkwürdige Geheimniskrämerei, wenn man eine Betriebsbesichtigung bei diesen Fabriken anstrebt. Bestimmte Abteilungen sind strengstens geheim und werden einen als "Betriebs-Geheimnis" erklärt.

Warum denn, wenn man angeblich lediglich natürliche Tabake trocknet, zerschneidet und zu Zigaretten verarbeitet?

 

Scheinbarer Lichtblick?

Seit dem Jahr 2001 findet man karge Informationen über einen US-Tabakkonzern, der Dank genmanipuliertem Tabak eine nikotinfreie Zigarettenmarke anbietet. Sie heisst "Quest", stammt vom US-Unternehmen Vector Tobacco und die nikotinärmste Version soll angeblich nur noch 0.05mg Nikotin enthalten. Interessanterweise kann man das gesetzlich zugelassen als "nicotin free" anbieten. Wenn nun diese Nikotinmenge tatsächlich unter der suchtverursachenden Grenze liegt, wäre das eine Möglichkeit, die meiner Methode gleichkommt. Es wäre selbstverständlich viel praktischer, könnte man nikotinfreie Zigaretten fertig und so einfach an jeder Ecke kaufen, wie herkömmliche Zigaretten. Es wird angegeben, dass dieses Produkt in 8 US-Staaten zu kaufen sei. Heute (Juni 2006) scheint sich das nicht weiter entwickelt zu haben. Die Zigaretten kriegt man leider nirgends, ausser vielleicht irgendwo in den wenigen US-Staaten. Wenn jemand mehr darüber weiss, bitte eine eMail.

Anzumerken sei noch, dass diese Angaben des Nikotingehalts in Milligramme mit höchster Skepsis betrachtet werden muss. Ich habe viele Jahre die "mildesten" Versionen mit 0.1mg Nikotin geraucht und war offenbar süchtiger, als vorher. Damit rauchte ich nämlich rund die doppelte Anzahl Schachteln täglich.

Offensichtlich ist niemand daran interessiert, dass weniger Kinder und Jugendliche mit der Raucherei beginnen und möglichst viele Raucher mit dem Raucherei aufhören?!

Meine Erkenntnisse als Ex-Raucher

Ich war fast 30 Jahre starker Raucher und habe mich im Jahre 2000 ernsthaft bemüht, mit dieser Gewohnheit Schluss zu machen. Motiviert durch schwache, aber diffuse Schmerzen in der Brust- und Lungengegend, begann ich mich erstmalig und nachhaltig mit meinem Laster auseinander zu setzen. 

Erst in dieser Phase wurde mir bewusst, dass ich nicht wirklich gerne rauche. Das ist nur eine willkommene Rechtfertigung meiner lästigen Gewohnheit und Abhängigkeit. Es ist vielmehr so, dass ich mich in dieser Beziehung wie ein programmierter, ferngesteuerter und dümmster Roboter verhalte. Ich rauchte im Wesentlichen jeden Tag etwa dieselbe Menge an Zigaretten. Ausnahmslos! Bei gewissen Anlässen raucht man mehr und bei anderen etwas weniger. Aber in den fast 3 Jahrzehnten hatte ich  nie einen Tag ausgelassen. Geschweige denn, mehrere Tage oder Wochen.

Wenn man gerne Eis mag, dann isst man auch nicht jeden Tag ausnahmslos 2 oder 3 Kilos in 20 bis 50 Portionen.

Meine ersten Erfahrungen, der Rauchsucht zu entfliehen.

Mein erster Rauchstopp konnte ich aus den körperlichen Symptomen, die mir wie drohende Anzeichen erschienen, von einem Tag auf den anderen vollziehen. Ich war die ersten Tage etwas überrascht, wie leicht das zu machen ist. Nach 2 Wochen war ich stolz und ich wähnte mich sicher, dass das schon alles war. Ich verwunderte mich über alle die Geschichten, wie schwer die Raucherentwöhnung sein soll und wie übel diese berühmten Rückfallattacken seien. Mehr noch: Ich plapperte bei Freunden und Bekannten, dass ich mir nie mehr in meinem Leben einen solchen dämlichen Gift-Stängel in den Mund stecke...!

Anlässlich eines Festes beschloss ich, eine einzige Zigarette zu rauchen, um zu sehen, ob die mir noch schmeckte. Ich stellte fest, dass sie erstaunlich schlecht schmeckte, aber ich rauchte sie fertig, weil ich mich sicher fühlte, dass ich mit nur einer oder zwei Zigaretten nicht rückfällig werden kann. In der Folge litt ich fast jeden Tag psychische Attacken. Die Zigaretten waren nicht mehr aus meinem Kopf zu kriegen  und nach 2 Wochen rauchte ich wieder wie vorher.

Ich schaffte es dann nicht mehr, einfach von einen Tag auf den anderen aufzuhören, obwohl ich zunehmend wieder diese bedrohenden Symptome fühlte. Ich fand einfach  die Kraft nicht mehr, die ich beim ersten Mal hatte. Es kam mir so vor, wie wenn es nach jedem Rückfall schwieriger wird, auf zu hören und ich musste mir eingestehen, dass die Sucht stärker war, als mein Wille. Selbst das bekannte Buch von Alan Carr hat bei mir nicht den erhofften Erfolg gebracht, wohl aber noch mehr gesundheitliche Ängste geschürt. Verzweifelt suchte ich nach einer anderen Lösung und surfte tage- und nächtelang im Internet, um möglichst alles über Tabak, Nikotin, Zigaretten, die Sucht und alle heute verfügbaren Rauchentwöhnungsmethoden zu erfahren.

Die Idee der nikotinfreien Zigarette entwickelt sich...

Nach all den Informationen kristallisierte sich in meinem Kopf die Idee heraus, einfach eine Zigarette zu rauchen, die keine süchtig machenden Substanzen enthält. Sie sollte aber gut schmecken. Damit würde sich dann herausstellen, ob ich wegen der Nikotinabhängigkeit rauche, oder weil ich wirklich gerne rauche. So oder so wollte ich rauchend einen Nikotinentzug machen. Ich stellte mir vor, dass mögliche Entzugserscheinungen viel einfach zu ertragen wären, wenn man der Gewohnheit des Rauchens weiter nachgehen kann.

Ich entschied mich also, meine Zigaretten mittels eines Stopfgerätes selber herzustellen. Dies ermöglichte mir nämlich, Filterzigaretten mit rauchbaren nikotinlosem Ersatz herzustellen. Und ich werde das rauchen, bis meine Sucht nach dem Nikotin endgültig verschwunden ist. Ich habe mit erwähntem Knaster, mit verschiedenen Teesorten, selbst mit getrockneten verbrauchten Teebeuteln Versuche gemacht und tatsächlich nach 4 Wochen die Rauchlust erneut verloren. Nur die erste Woche dieser "Kur" litt ich ein bisschen unter Entzugserscheinungen und fühlte mich etwas nervös. Weil ich aber soviel rauchen konnte, wie ich wollte, war das problemlos durch zu stehen.

Ich erfreute mich also erneut, ein Nicht-Raucher zu sein, "es geschafft zu haben" und erzählte das in meinem ganzen Freundes- und Bekanntenkreis weiter. In der darauf folgenden Zeit packten mich wenige Male pro Woche die Rückfall-Attacken. Aber darauf rauchte ich einfach eine meiner nikotinfreien Zigaretten und diese kleinen Krisen waren überstanden. Dabei reichte es jeweils völlig aus, nur eine oder zwei dieser Zigaretten zu rauchen. Danach fehlte mir jegliche Rauchlust wieder für mehrere Tage.

Wieder ein Rückfall

Diese regelmäßigen Rückfall-Attacken überfielen mich jedoch auch in der Öffentlichkeit. Leider konnte ich da meine Spezial-Zigaretten nirgends rauchen, weil der Rauch für die Mitmenschen sehr auffällig anders roch. Ich scheute es, als Kiffer "entdeckt" zu werden und es gab Momente, wo ich einem Angebot eines Rauchers nicht wieder stehen konnte: Ich rauchte also eine normale Zigarette... und dann gleich noch eine!

In den darauf folgenden Tagen erlitt ich derartig unangenehme Entzugs-Attacken, dass ich selbst nicht mehr bei meinen nikotinlosen Mischungen bleiben konnte. Ich rauchte bald wieder wie früher und bin ein weiteres Mal rückfällig geworden.

Die Zigarettenkonzerne mit ihrem Nikotin haben mich erneut besiegt!

An diesem zweiten Rückfall und Misserfolg hatte ich gelernt, dass man genau dieser einzigen normalen Zigarette widerstehen muss. Sie ist diese berühmte Rückfallzigarette oder Stolperzigarette und mit der lässt sich in der Tat nicht spaßen. Der Aufwand, dieser einzigen Zigarette im entsprechenden Moment zu widerstehen, ist weitaus geringer, als erneut mit der Raucherei aufzuhören. Außerdem schien mir,  dass der Ausstieg mit jedem weiteren Rückfall und Misserfolg schwieriger wird! Wie wenn das Nikotin weitere Teile des Gehirns und der Denkfähigkeit zu manipulieren vermag...

Meine nikotinfreie Zigarette wird perfektioniert

Diese erneute Niederlage im Kampf gegen meine Sucht motivierte mich, nach einer nikotinfreien Zigarette zu suchen, die ich überall rauchen kann. Ich war der Sache ja schon sehr nahe. Ich musste sie also nur noch so perfektionieren, damit die Rückfallgefahr möglichst klein wird.

Ich habe nach zahlreichen Versuchen herausgefunden, wie ich normalem Zigarettentabak das Nikotin entziehen kann und schaffte es damit mühelos, innert 5 Wochen mit der Raucherei aufzuhören.

Ich konnte in der Folge allen Rückfallattacken erfolgreich damit begegnen und bin bis heute Nichtraucher geblieben. Und ich werde es bleiben. Es wird für einen Raucher wohl lächerlich klingen: Eine normale Zigarette hat für mich heute den Stellenwert eines Angebots von harten Drogen.

Erst wenn man von dieser Sucht befreit ist, fällt einem auf, dass die Zigaretten schnell müde, sehr nervös und abgespannt machen. Es ist das Gegenteil der weit verbreiteten Meinung, dass die Zigarette beruhige. In der Tat leidet man nach jeder Zigarette schon nach wenigen Minuten wieder an Entzugserscheinungen und das macht einen nervös. Das vermeintliche Gefühl der Beruhigung ist nur, das man diese aufkommende Nervosität wegen der Entzugserscheinungen mit einer weiteren Zigarette bändigt. Und das 20 bis 60 mal pro Tag...und dem sagt man "man rauche eben gern"...

 

Andere Rauchentwöhnungsmethoden

Im Verlaufe meiner Recherche bin ich auf schier unendlich viele Rauchentzugsangebote gestoßen. Fast alle haben sie große Nachteile. Entweder sind sie teuer, haben unangenehme Nebenwirkungen, sind sehr unpraktisch oder unbequem, oder taugen schlicht und einfach nicht. Auch wenn trotzdem viele Raucher mit einer dieser Therapien und mit viel eigener Kraft und Willen der Sucht entfliehen. Die meisten scheinen früher oder später wieder rückfällig zu werden. Auch die erfolgreichsten Therapien sichern dieses Rückfallrisiko nicht genügend ab. Die Tatsache, dass unter dem großen rauchenden Anteil der Bevölkerung sehr viele mit der Raucherei aufhören möchten, macht klar, dass die zahlreichen angebotenen Methoden nicht sehr erfolgreich sind. Den Betreibern bieten sie in erster Linie eine lukrative Geschäftsmöglichkeit.

Es gibt ein mittlerweile sehr bekanntes Präparat der Pharmachemie, dessen Eigenschaft es ist, die Rezeptoren im Gehirn so zu "blocken", dass sich die Nikotinmoleküle nicht daran festsetzen können. Von einem anderen Hersteller soll es sogar eine Tablette mit pflanzlichen Wirkstoffen geben, die angeblich dieselbe Wirkungsweise haben soll.

Ob diese Rezeptoren im Gehirn nun "geblockt" werden oder sich andere Substanzen daran "andocken", in beiden Fällen wird dem Gehirn auf diese Weise "mitgeteilt", dass die Sucht schon gestillt ist. Der Effekt ist, dass die gewohnte Zigarette in keiner Art und Weise mehr schmeckt. Es ist, wie man nach zwei kurz hintereinander gerauchten Zigaretten auf diese Übersättigung gleich nochmals eine weitere rauchen würde.

Ob diese Methoden wirklich zu dauerhaftem Nikotinentwöhnung führen, das kann ich nicht beantworten. Ich habe einen alten Bekannten, der sich dieses Medikament vom Arzt verschreiben liess. Nach etwa 2 Jahren habe ich ihn jedenfalls wieder stark rauchend angetroffen... und darauf angesprochen meinte er: "Ich rauche halt viel zu gern..."

Ich selber habe keines der beiden Präparate ausprobiert, weil ich von der Pharma-Chemie sehr großen Respekt, aber auch eine große Angst habe: Ich fürchte nicht nur die kurzfristigen Nebenwirkungen, die auf dem Beipackzettel erklärt werden. Die sind wenigstens erforscht. Ich fürchte um mögliche unerwünschte Effekte, die vielleicht nach Jahren auftreten können und die gar nie erforscht werden. Wer garantiert mir, dass es ausgeschlossen ist, mehrere Jahre später ein Leiden zu erfahren, das von einer dieser Substanzen dieses Chemiekomplexes provoziert wurde? Heute erklärt die Wissenschaft glaubwürdig, dass das ausgeschlossen ist und Jahre oder Jahrzehnte später entdeckt und beweist ein Forscher genau das Gegenteil?!

Aus diesen Gedanken nehme ich Pharma-Chemie nur dann, wenn es absolut unausweichlich ist!

Selbst dem Produkt mit angeblich pflanzlichen Wirkstoffen stehe ich skeptisch gegenüber. Ich meine, dass es unzählige Tabletten mit pflanzlichen Auszügen gibt, die aber zum größten Teil aus rein synthetischen Verbindungen bestehen.

 

Selbstverständlich bin ich für Feedbacks über solche und andere Methoden, die langzeitig den erwünschten Erfolg gebracht haben, sehr erfreut und werde die auf Wunsch gerne hier auch veröffentlichen.

Vielen Menschen sollen angeblich medizinische Alternativmethoden wie Akupunktur oder Hypnose zur langfristigen Rauchentwöhnung verholfen haben. Anderen wiederum hat es kaum eine Wirkung verursacht.

 

Weitere Links zu Raucher- bzw. Nikotin-Entwöhnung:
 

www.leben-ohne-nikotin.de

nikotinfrei - weblog@myblog.de (Erfahrungsbericht mit u.a meiner beschriebenen Methode)

www.bengbeng.ch/rauchen.htm
www.rauchenschadet.ch
http://www.rauchfrei-online.de
www.aktuelles-lexikon.de/themen/rauchen-aufhoeren.htm
 

Zentauri Bezugsquelle für "Knaster", nikotin- und tabakfreier Tabakersatz und mehr...
http://www.webmarchand.ch/tabagisme.htm Bezugsquelle für tabak- und nikotinfreie Zigaretten (NTB, Honey Rose)

www.stimmt-leider.de knallharte Facts über die Raucherei, die damit verbundene Politik und Industrien  mit grosser Linksammlung. Sehr empfehlenswert!

 

Bücher:

Aufatmen! - In nur einem Tag endgültig zum Nichtraucher von Jan Geurtz (Herbig, 2002 ISBN: 3485009245)
Leben ohne Nikotin von Christine Engelbrecht

Endlich Nichtraucher von Alan Carr
Für immer Nichtraucher von Alan Carr

 

1 In Brasilien wurde im Jahr 2002 mehrmals eine Werbung im lokalen Fernsehen geschaltet, die ein Rauchentwöhnungsprogramm anbietet, das sich "pare de fumar fumando" (beende das Rauchen rauchend) nennt. Ohne das ganz genau wieder zu geben, handelt sich um ein Filtersystem mit einer Anzahl verschieden starker Filter, die dem Rauchstrom angeblich das Nikotin entziehen soll. Die Sache klingt eigentlich interessant. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass nicht jedermann gerne seine Zigaretten mittels einem  Filterstück raucht, das den Zigarettenrauch ausdünnt oder ihm wesentlich mehr Luft zuführt. Man gewöhnt sich an, wesentlich stärker an der Zigarette, beziehungsweise dem Filterstück zu ziehen. Nach wenigen Zigaretten auf diese Weise geraucht, wechselt man gerne damit ab, die Zigarette wieder normal zu rauchen.


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